Die drei Kritiken
Kritik der Urteilskraft; Kritik der praktischen Vernunft; Kritik der reinen Vernunft

Immanuel Kant

Die Kritik der reinen Vernunft (1781) markiert die kopernikanische Wende in der Geschichte aller methodischen Ansätze zur theoretischen Grundlegung verbindlicher Erkenntnis. Nicht die Eigenschaften der Dinge, sondern die a priori (vor aller Erfahrung) gegebenen reinen Formen der Anschauung (Raum und Zeit) und die reinen Verstandesbegriffe (Kategorien) konstituieren die Einheit der Gegenstände im Bewußtsein.

In der Kritik der praktischen Vernunft (1788) begründet Kant seinen wohl bekanntesten Lehrsatz, den Kategorischen Imperativ: "Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne."
Mit der Kritik der Urteilskraft (1790) bringt Kant seine kritischen Untersuchungen zu den Möglichkeiten und Grenzen der reinen Erkenntnisvermögen a priori zum Abschluß. Unsere reinen Geschmacksurteile basieren nicht auf Reiz und Rührung und stellen auch keine objektiven Erkenntnisurteile dar. Die reflektierende Urteilskraft beurteilt in ihrem ästhetischen und logischen Gebrauch die Formen der Natur nach dem apriorischen Prinzip ihrer Zweckmäßigkeit für unsere Erkenntniskräfte (Einbildungskraft und Verstand).

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Die drei Kritiken

Die drei Kritiken
Kritik der Urteilskraft; Kritik der praktischen Vernunft; Kritik der reinen Vernunft

Immanuel Kant

 

2003, Meiner Verlag
ISBN: 9783787317004
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